Foto_BauermarktRattenbergBei herrlichem Wetter und weißblauem Himmel konnte Bezirksrat Anton Maller den 575 Bauernmarkt in Rattenberg (Lkr. SR) eröffnen. Gemeinderat (BP) Ettl Helmut ist die treibende Kraft des Bauernmarktes, der schon seit über 23 Jahren alle 2 Wochen stattfindet.

BR Anton Maller zeigte sich erfreut über die regionale Vermarktung, die nicht überall in Bayern so erfolgreich sei. In seiner Ansprache ging er unter anderem auch auf TTIP ein, dieses Handelsabkommen zwischen Europa und Amerika von dem man vieles hört und liest jedoch keiner mehr weiß, als Chlorhuhn mache ihm sorgen, noch mehr jedoch die Unwissenheit und Machtlosigkeit der Bürger.

TTIP habe ihm ein Kärtner Bauer so erklärte, so der Bezirksrat, ein kluges Huhn schlägt dem dummen Schwein ein Kooperationsabkommen für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand vor. Interessiert fragt das Schwein wie diese Kooperation aus-schauen könnte. „Wir kombinieren unsere Produkte und erzeugen aus deinem Schinken und meinen Eiern Hammendeggs für den Weltmarkt“ führt das Huhn aus. Das Schwein zeigt sich zunächst begeistert und geehrt, wendet aber nach längerem, angestrengtem Nachdenken erschrocken ein, dass es zu Erzeugung von Schinken ja geschlachtet werden müsse. „Nun, es ist der Sinn jeder Kooperation, dass einer der Partner geschlachtet wird“ entgegnet das kluge Huhn ungerührt. Maller vermutet jedoch, das bei TTIP nicht die USA geschlachtet werde. Strauß hat einmal gesagt – einer seiner Lichtblicke – Bayern müsse der Feinkostladen Deutschlands werden – Leider hat die Staatsregierung es versäumt diesen Gedanken aufzugreifen und weiterzuentwickeln.

Regionale Vermarktung werde zwar gefördert bei uns, aber nicht in dem Maße wie in Österreich, dort ist man uns weit voraus. Als Berater komme ich viel in Deutschland und Österreich rum, sicher hat auch Österreich seine Probleme, aber was Direktvermarktung betrifft und auch die Einstellung der Bürger zu den Lebensmitteln ist für mich Österreich ein Vorbild. Warum will man unbedingt Gen-Produkte bei uns einführen – da muß auch der Verbraucher berücksichtigt werden, der will das nicht! Warum stellt sich der BBV nicht eindeutig auf die Seite der Verbraucher?
Landwirtschaft und Hersteller von handwerklichen Lebensmitteln müssen sich mit einer großen Anzahl von Vorschriften auseinanddersetzen, genauso wie ein Großbetrieb, hier muß man endlich Erleichterung schaffen und die Kirche im Dorf lassen. Wäre Bayern Ei so kontrolliert worden, wie die Kleinproduzenten es oft werden, dann hätte es keinen Ei-Salmonellen Skandal gegeben.

Bild von links nach rechts: Ettl Helmut (Gemeinderat BP und Bauernmarktinitiator), Schedlbauer 2. Vorstand, BR Anton Maller, Bürgermeister Schröfl

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