zi,do,we2015Im Gasthof Frischeisen waren am Freitag die beiden großen Räume voll besetzt, als der Generalsekretär der Bayernpartei, Hubert Dorn, die Gäste zum Landesparteitag der Bayernpartei begrüßte. Es hat schon einen Grund, dass Kelheim dieses Mal die Ehre hatte, den Landesparteitag ausrichten zu können, meinte Dorn: „Zum einen erinnert hier die Befreiungshalle an die gewonnenen Schlachten gegen Napoleon, welche vor 200 Jahren stattfanden. Heute brauchen wir die Befreiung von der Bevormundung aus Berlin. Zudem zählt der Landkreis Kelheim zu den am stärksten wachsenden Kreisverbänder der Bayernpartei.“ Er übergab das Wort an Kreisrat Fritz Zirngibl. Zirngibl, Vize-Chef der Bayernpartei, stellte fest, dass die bayerische Staatsregierung inzwischen gerne Forderungen der Bayernpartei kopiere. „Aber“, so Zirngibl, „es bringt nichts, wenn Bayerns Finanzminister Söder Grenzkontrollen verspricht, welche die Bayernpartei seit langen fordert, sein Chef Seehofer sofort zurückrudert und Merkel dann von Berlin aus ihr Veto diktiert. So werden unseren Grenzschützer zur Tatenlosigkeit gezwungen und die Grenzkontrollen als sinnloses Theater entlarvt.“ Die Bayernpartei kann dagegen Entscheidungen zum Wohle Bayerns durchsetzen, weil sich der bayerische Löwe keinen Maulkorb überziehen lässt. Weder von Berlin und auch nicht von Ämtern.“ Es spielte dabei auf das, vom Landratsamt erteilte Betretungsverbot für die Asylunterkunft in Kelheim an. „Nächste Jahr stehen Landratswahlen an, da könnte es noch so mache Überraschung geben.“ so Zirngibl schmunzelnd.

Georg Riepl, stellvertretender Vorsitzender des Kelheimer Ortsvereins, betonte in seiner Rede den schnellen Aufbau des Kelheimer Ortsverbandes und erwartet auch weiterhin eine positive Entwicklung. Im Rechenschaftsbericht des Landesschatzmeisters, Martin Progl, war zu erkennen, dass die Bayernpartei ausschließlich von Idealisten geführt wird, denn die Personalkosten beliefen sich im vergangen Geschäftjahr auf magere Euro 1.725,-

Danach sprach der Landesvorsitzende, Florian Weber, Klartext zu den aktuellen Themen. Er prangerte die völlig verfehlte „Willkommenskultur für Flüchtlinge“ von Kanzlerin Merkel an. Dies hat eine unkontrollierbare weltweite Wanderbewegung von Asylsuchenden und Flüchtlingen ausgelöst, welche nicht mehr zu bewältigen ist. Bayern hat derzeit 16.000 Flüchtlinge mehr, als es nach dem Königsteiner Schlüssel haben sollte, dazu kommt täglich eine grosse Zahl von Neuankömmlingen. Dies zu bewältigen hat Bayern an seine Grenzen gebracht. „Wir garantieren echten Verfolgten Schutz und Zuflucht in Bayern“ so Weber, „aber das derzeitige Flüchtlings-Chaos hat nichts mit dem in unserem Grundgesetz verankerten Asylgesetzen gemein.“ Zu den enormen Aufwendungen für die Asylanten muss Bayern auch noch Länderfinanzausgleich stemmen. 30 Milliarden Ausgaben jährlich ohne Gegenleistungen! Weber beklagte auch die undemokratische Vergehensweise des Bayerischen Rundfunk, der die Bayernpartei, nicht nur in der Wahlzeit, völlig totschweigt. Der Grund dürfte in der politischen Zusammensetzung des Rundfunkrates liegen, die keine Konkurrenz-Partei zulassen. Hier bedarf es mehr Demokratie, denn Rundfunkgebühren bezahlen alle, nicht nur die Mitglieder der Staatsregierung!

Harold Amman, Bezirksvorsitzender von München, brachte einen Antrag am Landesparteitag ein, der ein Ende des Gender-Wahnsinns fordert. Diese totalitären Vorhaben beginnen bei den gleichgeschlechtlichen Ampelmännchen/Weibchen und endet bei einem verpflichteten Sexualkundeunterricht für Kinder. „Das Recht auf Erziehung muss bei den Eltern bleiben und die Gender-Ideologie beendet werden.“ forderte der Bayernparteiler. Das sahen auch die BP-Mitglieder so und stimmten seiner Forderung zu. Peter Fendt, Vorsitzender des Parteiausschusses, stellte in seinem Dringlichkeitsantrag die hohe Zustimmung beim Flüchtlingsthema in Frage. Eine Bürgerbefragung soll die Haltung der Bürger über den Flüchtlings-Zuzug feststellen, um danach die Asylpolitik nach dem Willen der Bürger zu gestalten. Auch hierfür gab es eine Zustimmung.

Hubert Dorn zeigte dann in seinem Schlusswort die Lösung vieler bayerische Probleme: die bayerische Unabhängigkeit. Allen jene, welche glauben, dass dies nicht möglich sei, hielt er entgegen: „Die Unabhängigkeit geht, wenn die Mehrheit der Bayern es will. Denn wir leben in einer Demokratie!“ Seinem Ruf nach „Freiheit für Bayern!“ folgte stürmischen Applaus und alle erhoben sich, um voller Stolz die „Bayernhymne“ zu singen.

Bericht von Fritz Zirngibl, Lengfelder Str.8, 93356 Teugn, tel.: 09405-919133

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