fahrtEs war schon ein hartes Stück Arbeit, was Rainer Hammes, Bärbel Weigl aus Eggenfelden und Carsten Cornelissen aus München sich aufgeladen hatten: sie wollten nach dem Motto „Einer für Alle. Alle für eine sichere Zukunft“ zeigen, dass viele Menschen diese Politik einer selbstherrlichen Kanzlerin nicht mittragen. Wochenlang wurde telefoniert und Mails ausgetauscht mit Bikerfreunden, Genehmigungen von den Behörden eingeholt, die Presse informiert, der Streckenverlauf ausgetüftelt – immer mit einem Blick auf den Wetterfrosch.

Es war dann auch zapfig frisch, mit nur 10° C., als die Motorradfreunde am 1. Mai 2016 zum Treffpunkt Agip-Tankstelle am Erdinger Flughafen anreisten. Doch die Stimmung dort war bestens, vor allem, als es sich zeigte, dass immer mehr Unterstützer kamen. Es war ein „Startgeld“ von fünf Euro vereinbart worden, welches vollständig am Ende der Veranstaltung einem Münchner Frauenhaus übergeben werden sollte. So waren 1.250 Euro zusammengekommen, was zeigte, dass bereits am Treffpunkt Flughafen 250 (zahlende) Motorradfreunde zusammengekommen waren.

DomakstrGut eingespielte „Blocker“ sicherten, dass die große Motorradgruppe geschlossen blieb bis in die Domagkstraße im Münchner Norden. Hier übernahm die Münchner Polizei die Eskorte. Inzwischen waren noch viele Münchner Biker hinzugekommen, so dass deutlich über 300 Motorradfreunde auf das Startzeichen warteten. Über die Leopoldstraße und Odeonsplatz ging es zum Stachus. Überall wurden die Biker von den Münchnern, aber auch von vielen Touristen freundlich begrüßt. Weiter fuhr das Motorradkorso am Sendlinger Tor vorbei zum Isartor, dann an der Staatskanzlei vorbei und zurück über das Siegestor zur vereinbarten Schlusskundgebung im Aumeister-Biergarten. In der Zufahrtstraße zum Aumeister stauten sich die Motorräder plötzlich, weil es hier offensichtlich seltsame Missverständnisse gab. „Vorweg muss der Münchner Polizei ein großes Lob ausgesprochen werden: eine derart große Motorradgruppe, ohne Stopps durch die Innenstadt zu leiten bedarf schon einer hervorragenden Arbeit.“ meinte Hammes.

Um so ärgerlicher, dass dann, zum Schluss dieser gelungenen Veranstaltung, Probleme auftauchten. Die Veranstalter hatten mit dem Biergartenleiter vom Aumeister, Josef Reinmoser, klare Vereinbarungen über die Schlusskundgebung im Biergarten abgesprochen und diese sogar schriftlich bestätigt bekommen. Rainer Hammes sagte es deutlicher: „Hier wurden bestehende Verträge durch Herrn Reimoser gebrochen!“ Denn plötzlich wollte Reinmoser die hungrigen und durstigen Biker nicht mehr bewirten. Ein schlichtes e-mail einer angeblichen Reporterin, welche die Biker als „Rechtsradikale“ denunzierte, hatte offensichtlich zum kurzfristigen Umdenken dieses Herren geführt. Ein Teilnehmer der Motorrad-Demo, Fritz Zirngibl, sagte es deutlicher: „Dieser Wichtigtuer Reinmoser hat keine Eier in der Hose, wenn er sich von einer einzigen Hetzerin, ein gutes Geschäft zunichte machen läßt. Offensichtlich genügt heute bereits eine denunzierende Aussage, um abgestempelt zu sein. Für mich ist dieser Biergarten gestorben. Es gibt Gott-sei-Dank genügend Alternativen in München!“

Noch seltsamer war, dass Herr Reinmoser nicht nur die Biker nicht bewirten wollte, er hatte offensichtlich auch noch die Journalisten heimgeschickt mit der Falschaussage, die Motorrad-Demo wäre abgesagt worden. Hier werden vermutlich noch rechtliche Schritte seitens der Veranstalter folgen. Einen Boykott-Aufruf gegen diesen selbstherrlichen Biergartenleiter haben indes schon viele der verärgerten Biker gefordert. Seltsam war auch die Reaktion der „Frauenhilfe München“, welche am Ende der Biker-Demo die Startgebühren in Höhe von Euro 1.250 als Spende erhalten sollten. Dazu Rainer Harmes: „Wir haben im Vorfeld mit dem Frauenhaus Kontakt aufgenommen, Erstkontakt war mit Frau Vereno, die mich dann an Cornelia Beekmann verwiesen hat. Mit Frau Beekmann hatte ich sowohl telefonischen als auch Email-Kontakt und ich habe schriftlich, dass sich das Frauenhaus riesig über unsere Unterstützung freut und gerne eine Delegation zum Aumeister zur Spendenübergabe schickt.“ Um so seltsamer, dass Waltraud Dürmeier von der Frauenhilfe München in der AZ vom 30. April behauptet, dass diese Veranstaltung für sie plötzlich „suspekt“ sei und das Frauenhaus von einer Spendenübergabe nichts wüßte. Vom Frauenhaus war auch niemand zur Spendenübergabe gekommen. So dass die Veranstalter jetzt nach einem dankbareren gemeinnützigen Verein, der sich um Frauen in Not kümmert, Ausschau halten. Verwundert frägt sich Hammes: „Gibt es innerhalb des Frauenhauses München ein Komunikationsprobleme oder wurde auch hier Hetze gegen die Biker betrieben?“

Carsten Cornelissen beendete gegen 14.30 Uhr den offziellen Teil der Veranstaltung. Bärbel Weigl stimmte zum Abschluss, wie es sich für eine Münchner-Demo gehört, die Bayernhymne an, welche viele mit Stolz mitsangen. Und jene, welche nicht ganz textsicher waren, zeugten mit ihrer Hand am Herzen Respekt.

Die Biker-Demo fand einen gemütlichen Abschluss, nicht weit entfernt in der Freisinger Landstraße. Im „Sakrisch Guat“-Biergarten waren die Motorradfreunde herzlich willkommen und der Name hielt auch, was er verspricht! Nach bayerischer Tradition hing sogar ein Spanferkel am Grill. Jetzt hatte Rainer Hammes endlich auch die Möglichkeit den politischen Teil der Demo den Motorradfreunden nachzureichen. Ziel der Bikerdemo war, dass die unerträgliche Politik der Kanzlerin endlich ein Ende haben muss. Sie fühlen sich von der Bundesregierung vernachlässigt und machen sich berechtigte Sorgen um die Zukunft ihrer Heimat. Eine Flüchtlingspolitik der offenen Grenzen kann keine vernünftige Asylpolitik nach dem Grundgesetz sein. Erst recht nicht, wenn es jetzt auch noch eine Visafreiheit für die Türkei geben sollte. Militant-motivierte Islamisten müssen ebenso ausgewiesen werden wie Straftäter, die kein Bleiberecht im Land besitzen und/oder ein momentanes Asyl-oder Bleiberecht anstreben. Zudem muss das Grundrecht der freien Meinungsäußerung gelten. „Das es hier eklatante Defizite gibt, haben die Ereignisse am Ende der Demo deutlich gemacht und damit deren Sinn und Richtigkeit unserer Demo bestätigt.“ meinte Rainer Hammes unter dem Beifall der Motorradfreunde. Fritz+ChristViele 10-Punkte-Grundsatz-Programme der Bayernpartei fanden beim Bikertreffen interessierte Leser. Bayernpartei immer am Puls der Zeit!

Ein Bericht von Fritz Zirngibl vom 2. Mai 2016

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